A-Wurf: 9. Woche

Jetzt hat die Zeit begonnen, in der ich persönlich die Wusel mit anderen Augen sehe. Im Alter von 8 Wochen zog Amy bei mir ein. Ab jetzt vergleiche ich mit Amy-Baby. Es ist nach wie vor so, dass die Wusel jeden Morgen, wenn ich mit Amy in die Küche komme, sich zuerst ausgiebig an Mama Amys Milchbar laben. In der 9. Woche noch! Und tagsüber auch noch ein- bis zweimal kurz. Das könnten sie nicht, hätte ich sie an diesem Wochenende bereits ihren neuen Besitzern übergeben. 😉

Diese Woche begann heiß. Die Wusel lagen am Samstag nur hechelnd auf den Fliesen in der Küche. Die Bademuscheln wurden zwischenzeitlich rege genutzt, weshalb es dann in meiner Küche auf dem Fußboden aussah wie in einer Schwimmhalle. 😉  Weil die Gewichtskontrolle in der 8. Woche ergab, dass die Gewichtszunahmen um 900 g differieren, habe ich die Wusel mal einzeln gefüttert, um genauer zu überprüfen, wer welches Fress-Temperament hat. Ja, die kleine Anike geniest häppchenweise und in Ruhe und ehe sie mit Futtern in Schwung kommt, sie die Teller leer. Deshalb wird es jetzt doch öfter Einzelfütterungen geben. Ich habe die letzte (mir bekannte) Lücke in der Begrenzung zum Nachbargrundstück geschlossen und somit den Wuseln wieder mehr Raum geben können. Es gibt nun also den kleinen Welpenauslauf, der an die Terrasse grenzt und den großen Welpenauslauf in der hinteren Gartenhälfte. Antina und Arne haben aber schon begriffen, dass man um das Haus herum laufen kann, von vorn aber nicht wieder in den kleinen Welpenauslauf hinein kommt, es in dieser Situation jedoch hilfreich ist, ein Bell-Jammer-Schimpf-Konzert zu geben.

Der Sonntag war der Gipfel der Sommerglut. Oben in meinem Arbeitszimmer waren auf dem PC-Schreibtisch 34 °C, im Flur im EG auf den Fliesen 28 °C und auf den Fliesen in der Küche 29 °C. Die Wusel waren platt. Es ging nur zum Pullern ganz kurz in den Garten und später dann zum Pfötchen-Befeuchten. Die Fotos davon gibt es nicht, der Akku war leer. 🙁 Dafür wurde dann am Abend so richtig der wilde Wusel rausgelassen! In der Nacht gab es ein Gewitter, welches die Wusel in der Küche überhaupt nicht beeindruckte. Und am Montagmorgen gab es nicht ein einziges Wuselpfützchen in der Küche zu entdecken, obwohl die Wusel reichlich Wasser getrunken haben.

Am Montag habe ich das vor einer Woche begonnene „Wir gehen an der Leine Gassi“ fortgesetzt. Ich hatte Lust auf Gold-Schwarz und deshalb kamen Aaltje und Are in den Genuss. Aaltje war recht vorsichtig, hat aber schnell gelernt. Are war „obercool“, außer bei dem grässlich lauten Traktor 2 m vor ihm, da wollte er unter dem Zaun der Nachbarn verschwinden. Eine besondere Freude bereitete mir Arne aber damit, dass ich ihn nicht wie vermutet bei den über-übernächsten Nachbarn fand und auch nicht auf der „altbekannten“ Terrasse der direkten Nachbarn. Nein, mich nicht dort hin zu schicken wäre zu banal gewesen. Und für mich: Selber schuld, wenn ich vermute, dass hohe Bellen bei den über-übernächsten Nachbarn wäre das Bellen meines vermissten Wusels! Arne schlummerte stilvoll auf der feuchten, kühlen Erde unter unserem riesigen Zitronenmelissestrauch. Hach, wie herrlich frisch duftete der Wusel, als ich ihn (erleichtert 😀  ) zu den Anderen trug.

Am Mittwoch gab es als Nachmittags-Snack frische Hühnerflügel zum Knabbern – Genuss pur!

Am Donnerstag war wieder lieber Besuch für Anike bei uns und außerdem gab es eine ganz besondere Überraschung: Auch als Dorfbewohner hat man ja Nachbarn. Wir haben zwei: die mit dem kleinen Jungen und die anderen mit dem großen Mädchen. Und dieses große Mädchen aus dem Nachbarhaus entpuppte sich als talentierte Hundeflüsterin. 🙂 Es hatten 3 Wusel die Gelegenheit, mit ihr ganz allein und ohne Mama Amy kleine Spaziergänge zu machen und das hat prima geklappt. 🙂 Später gab es dann Autogewöhnungsübungen mit dem Thema: „Wir trauen uns schon ganz allein in den Kofferraum“.

Freitagmorgen 😀

One thought on “A-Wurf: 9. Woche”

  1. Schöner Bericht! Ich freue mich dass du meine Meinung teilst die Wusels bis zur 10. Woche bei der Mama zu halten. Vor etlichen Jahren habe ich auch meine Welpen bis zum Alter von 11 Wochen gehalten. Sicherlich etwas egoistisch gedacht, weil ich die Welpen genießen wollte, auch aber weil die Trennung mit 8 Wochen nicht naturgetreu ist. Ich finde es auch sehr schön dass die Welpen noch bei Mama trinken können. Der „sevrage“ ergiebt sich ganz von allein, langsam und so wie Amy es entscheidet. Beim Menschenkind wird alles gemacht damit das Baby so lange wie möglich an der Mutterbrust trinkt, bei Welpen wird der Kontakt zwischen Hündin und Wusels oft sehr brutal abgebrochen… meine Erfahrung mit Züchtern! Schlussendlich soll die Entscheidung bei den Tieren bleiben. Genieße deine letzten Wochen… Liebe Grüße aus dem Saarland

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